Über den Umgang mit Ablehnung



Dass wir nicht alle einer Meinung sind und auch nicht jeder jeden mag, ist normal. Dass mein Tanzunterricht und meine Person nicht jeden anspricht ist wohl auch ganz natürlich.  Das berüht mich, trifft mich aber nicht so hart.

 

Jetzt kam es wieder vor, dass sich eine langjährige Freundin abgewendet hat. Ich habe mich um Klärung der Gründe bemüht. Versucht eine Erklärung von Ihr zu bekommen. Aber sie möchte "kein Öl ins Feuer" gießen und ihr tut es nicht gut, wenn wir in Kontakt bleiben. Was macht das mit mir? Es verletzt mich.

 

Dann geht "der Film" und das Gedankenkarussell los:

Als erstes fange ich an alle Kommunikation und Begegnungen zu durchforsten nach möglichen Dingen, die ich falsch formuliert haben könnte, nach möglichen Missverständnissen. Wann habe ich falsch geguckt? Was hätte ich besser machen können? Ich fühle mich immer schlechter dabei. Ich fühle mich schuldig an der schlechten Stimmung der Freundin.

 

Stell Dir ein kleines Mädchen vor, dass weinend vor Dir steht:

  • Keiner mag mich.
  • Ich bin schuld, dass sie nicht glücklich ist.
  • Jetzt bin ich ganz allein.
  • Ich habe sie verletzt.
  • Ich muss anders werden, damit ich niemanden mehr verletze.

Was würdest Du als Mama zu dem kleinen Mädchen sagen?

Ich hab meinem kleinen verletzten Mädchen heute folgendes gesagt:

  • Ich liebe Dich, so wie Du bist, denn Du bist toll so wie Du bist.
  • Und nein, Du bist nicht schuld daran, dass Sie sich schlecht fühlt.
  • Du bist ein so tolles Geschöpf, so fein und vorsichtig im Umgang mit den anderen. Du bist perfekt so wie Du bist.
  • Ich bin für Dich da, und der Thomas, die Heidi und Mopsi. Wir lieben Dich alle.

Heute ist es mir gut gegangen mit der Ablehnung, weil ich die Trauer, die Wut, das Unverständnis, die Enttäuschung in mir annehmen konnte und mich nicht in den Gedanken der Schuld verfangen habe. Das ist ein sehr großer Fortschritt.

Früher hätte ich weiter versucht "die Wogen zu glätten". Wäre der Person endlos hinterher gelaufen, um mich zu erklären. Das hat nie funktioniert.

Es ist leider so, dass wir andere verletzen. Ein nicht durchdachter Satz, manchmal nur ein Blick, oder einfach nichts. Der andere ist getriggert und hat ein Problem mit Dir. Dann wird das Problem nicht angesprochen, der Trigger wiederholt sich... NEIN, Du bist nicht schuld, NEIN, niemand hat schuld. Weder der Auslöser noch der Getriggerte. Beide handeln aus ihrer Erfahrung heraus.

Was hab ich für Möglichkeiten, als Auslöser damit umzugehen?

  1. Dein inneres Kind mit Liebe überschütten und ihm erklären, dass es keine Schuld hat und dass es nicht alleine ist.
  2. Akzeptieren, dass der andere "nicht gut mit Dir kann" und Abstand wünscht.
  3. Wenn der andere offen dafür ist, dem anderen seinen Trigger aufzeigen. Gute Freundschaften können das ab und wachsen dadurch ungemein.
  4. Wenn der andere nicht offen ist, ihm ganz viel LIEBE senden, und aus dem Schussfeld gehen. Die Probleme bei den Leuten lassen, die die Probleme haben. In ein paar Monaten sieht die Welt vielleicht schon wieder anders aus.

Da paßt wohl nur: Lass gehen was gehen will und kommen was kommen will.

 

Ich geh dann mal aus dem Schussfeld.

 

Hab EUCH lieb. Bussi

Ivonne

 

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